Japan: Bürger werden zur Nummer

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Im Land des Lächelns soll von dieser Woche an jeder Bürger mit einer Nummer versehen und mit seinen personenbezogenen Daten zentral erfasst werden. Wie die Süddeutsche Zeitung diesen Montag meldete, hebt Japans Regierung mit dem Gesetz die Vorteile für die Verwaltung und eine "neue elektronische Ära" hervor. Bürger und Oppostion würden gegen das neue Gesetz allerdings Sturm laufen.

Persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse sollen landesweit von Beamten abrufbar sein. Die Lokalbehörden erhoffen sich anscheinend eine massive Einsparung und eine Erleichterung der Bürokratie, da künftig der Ausdruck von Melde- und sonstigen Bescheinigungen in vielen Fällen entfalle.

Jeder Bürger erhalte außerdem eine Chipkarte, mit der die Krankendaten jedes Einzelnen offen gelegt und an einem Automaten ein neuer Pass beantragt werden könne, so die Süddeutsche. Gleichzeitig soll die Karte auch bei alltäglichen Geschäften benutzt werden können.

Kritiker sehen so den gläsernen Bürger realisiert, von dem Aufenthalts- und Persönlichkeitsprofile erstellt werden können.

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